Willkommen bei WBTS-Forum.org !

Hallo !
Wir freuen uns immer über Besucher, aber leider gibt es im Internet zu viele Vandalen, als dass wir nicht registrierten Mitgliedern das Schreiben erlauben könnten.

Die Registrierung ist aber frei, alles was man braucht ist eine gültige Email-Adresse.

Geschichtchen aus dem Krieg

Allgemeine Diskussionen über den "War between the States"

Beitragvon John Grant » Mi Mär 08, 2006 6:32 pm

War der Sohn ein Soldat oder Zivi........... :hm:
Benutzeravatar
John Grant
 

Beitragvon Old Warhorse » Mi Mär 08, 2006 6:33 pm

Ach so, pardon, das habe ich vergessen. Er war Captain der konföderierten Armee.
"Legt eure Feindseligkeiten bei und macht aus euren Söhnen Amerikaner!"
- Robert Edward Lee
Benutzeravatar
Old Warhorse
Brigadier General
Brigadier General
 
Beiträge: 15711
Registriert: Fr Dez 24, 2004 3:13 pm
Wohnort: Südbaden/Nordostschweiz

Beitragvon John Grant » Sa Jun 17, 2006 7:53 pm

So das kann ich euch nicht vorenthalten :LOL: ........

.......Wiedrichs ganz aus Deutschen bestehende Batterie wurde gerade von einem jungen Rebellenoffizier gestürmt; er schwang sein Schwert und rief laut: "This batterry is ours"- Darauf entgegnete ein stämmiger deutscher Artillerist: "No, dis battery is unser!" und schlug ihn mit einer Wischstange zu Boden..........
Benutzeravatar
John Grant
 

Beitragvon Old Warhorse » Sa Jun 17, 2006 8:18 pm

Eine andere Anekdote, gefunden bei Shelby Foote:
Nach Davis' Gefangennahme riefen seine Bewacher auf dem Weg den auf Ehrenwort entlassenen Konföderierten am Wegesrand zu: "He, Johnny Reb! Wir haben euern Präsidenten." Irgendwann rief jedoch einer zurück: "Und der Teufel hat euern".

Die Moral von der Geschichte: Schlagfertig waren die Südstaatler immer.
"Legt eure Feindseligkeiten bei und macht aus euren Söhnen Amerikaner!"
- Robert Edward Lee
Benutzeravatar
Old Warhorse
Brigadier General
Brigadier General
 
Beiträge: 15711
Registriert: Fr Dez 24, 2004 3:13 pm
Wohnort: Südbaden/Nordostschweiz

Beitragvon Old Warhorse » So Jun 18, 2006 6:20 pm

Mal eine Anekdote aus der Zeit nach dem Krieg, auch gefunden bei Shelby Foote:
Nach dem Krieg hatte der Sohn von General Wise den Treueeid auf die Union vorgeworfen. Sein Vater warf ihm deswegen vor, die Familienehre verletzt zu haben. Sein Sohn antwortete: "Aber Vater, General Lee riet mir es zu tun." Wise hielt kurz inne und sagte dann "Das ändert die Sache. Was auch immer General Lee rät, ist richtig."
"Legt eure Feindseligkeiten bei und macht aus euren Söhnen Amerikaner!"
- Robert Edward Lee
Benutzeravatar
Old Warhorse
Brigadier General
Brigadier General
 
Beiträge: 15711
Registriert: Fr Dez 24, 2004 3:13 pm
Wohnort: Südbaden/Nordostschweiz

Beitragvon Elisha Hunt Rhodes » Mi Jun 21, 2006 7:15 pm

Ich finde die genaue Stelle jetzt nicht mehr, aber Strother schreibt in seinem Tagebuch von einer amüsanten Begebenheit: Als Unionstruppen das VMI einnahmen, fiel einigen Soldaten eine Statue auf der Kuppel eines der Gebäude auf. Die vermeintliche Davis-Statue wurde gestürzt und von den Soldaten malträtiert, bis sich herausstellte, dass sie George Washington darstellen sollte.
Bild
Benutzeravatar
Elisha Hunt Rhodes
Captain
Captain
 
Beiträge: 6607
Bilder: 0
Registriert: So Dez 26, 2004 7:11 am
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Beitragvon Elisha Hunt Rhodes » Fr Nov 30, 2007 7:55 pm

Gottfried Rentschler vom 6th Kentucky ezählt in einem Brief vom 6. Juli 1864 an den Herausgeber des "Louisville Anzeiger" folgende Anekdote:
"Ein kleines Grüppchen der Musikkapelle unserer Brigade erlebte gestern ein amüsantes Abenteuer. Drei Musiker füllten ihre Feldflaschen in einem kleinen Bach, eine Meile vom Fluss entfernt, als sie aus der Nähe Geflüster und das Wort "surrender" hörten. Sie gingen etwa 20 Schritte durch ein Gesträuch in die Richtung, aus der das Flüstern kam und sie trafen auf vier sechs Fuß große Rebellen, die flach auf dem Boden lagen. Als sie unsere heldenhaften Musiker sahen, sprangen die Rebellen auf und einer rief "we surrender!". Die Musiker wurden blass. Sie hörten das Wort "surrender" und glaubten, die Rebellen wollten sie gefangen nehmen. Einer der Musiker brach fast in Tränen aus und sagte in jammerndem Ton: "We have no arms!". Die Rebellen sahen, wie verzweifelt diese armen Seelen waren und erklärten ihnen, dass nicht sie, die Musiker, sich ergeben sollten, sondern dass sie, die Rebellen, sich den Musikern ergeben wollten. "Hm,hm" räusperte sich einer der Musiker und eine schwere Last fiel ihm vom Herzen. So brachten die drei Musiker die vier großgewachsenen Rebellen zu General Hazen und dieser brach in unkontrolliertes Gelächter aus, als er hörte, unter welchen Umständen die Rebellen in Gefangenschaft geraten waren."
Bild
Benutzeravatar
Elisha Hunt Rhodes
Captain
Captain
 
Beiträge: 6607
Bilder: 0
Registriert: So Dez 26, 2004 7:11 am
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Elisha Hunt Rhodes » Mo Jan 05, 2009 9:26 pm

Ist nicht der absolute Brüller, aber hier eine kurze Anekdote aus John Hays (Sekretär von Lincoln) Tagebuch:
"Carl Schurz says his division is terribly cut up but what is left of them is Iron and Steel. I proposed they should adopt as their motto "I run and steal"."
Bild
Benutzeravatar
Elisha Hunt Rhodes
Captain
Captain
 
Beiträge: 6607
Bilder: 0
Registriert: So Dez 26, 2004 7:11 am
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon W.D. Pender » Do Jan 08, 2009 10:09 pm

Ich glaube, ich sollte demnächst auch mit meiner Mundharmonika bewaffnet vor die Türe gehen, man weiss ja nicht welch Greuel man auf diese Weise verhindern kann :)
:baller:
"Follow me Boys, I'm Almost Home!"

[Captain Tod Carter, 20th Tn Inf - Franklin, November, 30rd 1864]
Benutzeravatar
W.D. Pender
First Sergeant
First Sergeant
 
Beiträge: 511
Registriert: Mi Aug 09, 2006 11:13 am
Wohnort: Lüdenscheid

Re: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Elisha Hunt Rhodes » Di Jan 13, 2009 7:13 pm

Das kommt dabei heraus, wenn ein Rudel Militärs über einem guten Essen (und anscheinend dem einen oder anderen Gläschen Whiskey) ins Gespräch kommt (wieder aus Hays Tagebuch) :roll: :

Heute Nacht dinierte ich zusammen mit Hooker, Butterfield, Fox, Wise und Col. Rush aus Philadelphia in Wormleys Restaurant. Rasch entwickelte sich ein Gespräch über England und die Vergeltungsmaßnahmen, die es nach dem Ende des Krieges für seine fortgesetzten Beleidigungen und Kränkungen treffen sollten. Hierzu hatte jeder etwas zu sagen. Fox sagte: „Wenn die Zeit dafür gekommen ist, werden die Beleidigungen und Schandtaten öffentlich gemacht werden, die uns auf allen Weltmeeren zugemutet wurden – Häfen, die uns verschlossen blieben, während sie dem Feinde offen standen – Flaggen, die vor dem Feinde gedippt wurden, während sie uns gegenüber in beleidigender Weise unbewegt blieben – all dies wird das Blut eines jeden Amerikaners zum kochen bringen. Wir werden genügend Männer haben, sobald diese Sache hier vorüber ist.“
„Wir werden die größte Militärmacht auf Erden sein“, sagte Hooker „die zahlenmäßig größte, die fähigste, die schneidigste und die gebildetste. All diese feinen Burschen, die in den letzten drei Jahren auf den Geschmack des Soldatenlebens gekommen sind, werden nicht hinter den Pflug, das Spinnrad und die Ladentheke zurückkehren; sie werden kein Holz mehr schlagen und kein Wasser mehr schleppen. Diese Tätigkeiten sind ihnen verleidet und sie sind bereit für Höheres. Wenn sie in keinem weiteren Krieg kämpfen können, werden sie sich als Söldner verdingen.“
„Es gibt schöne Felder in Kanada“, merkte einer an „der Landschaft in der Normandie sehr ähnlich!“
„Auch ein Prinz von königlichem Blute wird sie in diesem Falle nicht retten können, egal, wie viel Vertrauen D’Arcy McGee auch in ihn setzen mag.“
„Während der Rebellion von Oberkanada“, merkte Hooker an „als ich das Kommando über unsere dortige Grenze innehatte, kamen die gegnerischen Truppen zu uns herüber und desertierten scharenweise. Schließlich mussten sie in allen grenznahen Gegenden einheimische Truppen stationieren. Sie werden eine englische Armee auf unserem Grund und Boden niemals zusammenhalten können. Die Soldaten werden desertieren und sich hier ansiedeln.“
„Wir werden nicht in Kanada kämpfen“, sagte Fox „es wird von ganz alleine fallen. Aber wir werden uns Bermuda, Nassau und den anderen Inseln zuwenden, die unsere Küstenlinie verschandeln und als Nester von Verrat und Piraterie gegen uns dienen. Mit ihrer Hilfe konnten die Engländer Krieg gegen uns führen, während wir uns offiziell im Frieden mit ihnen befanden. Es hat sich herausgestellt, dass die Nähe dieser Inseln für uns sehr unangenehme Konsequenzen hat. Wenn unser Land wieder vereint ist, die Anführer der Rebellen verbannt und die Armeen aufgelöst worden sind, wenn die Bevölkerung ausgelaugt und bereit zur Aussöhnung ist und nur auf eine Bedrohung von außen wartet, um das Volk wieder fest zusammen zu schweißen, dann werden wir uns diesen Inseln zuwenden und wir werden sagen: „Schafft euch fort von hier! Geht zurück in eure Heimat!“. Und es wird ihnen schlecht ergehen, sollten sie zögern.“ […]
Bild
Benutzeravatar
Elisha Hunt Rhodes
Captain
Captain
 
Beiträge: 6607
Bilder: 0
Registriert: So Dez 26, 2004 7:11 am
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Elisha Hunt Rhodes » So Mär 08, 2009 6:07 pm

2004 wurde im Irak die "Task Force Bengal" aufgestellt, um Einheiten der irakischen Nationalgarde auszubilden. Innerhalb dieser Task Force arbeiteten unter anderem das 69th Infantry Regiment und das 156th Infantry Regiment Seite an Seite. Das 69th I.R. ist (wie in diesem Zusammenhang wohl unschwer zu erraten ist ;-) ) identisch mit dem 69th New York aus der Irish Brigade, während das 156th I.R. die unmittelbare Nachfolgeorganisation der Louisiana Tigers ist, eben jener Tigers, deren Vormarsch bei Malvern Hill das 69th New York zusammen mit dem Rest Irish Brigade durch einen Gegenangriff abschmetterte (wofür General Lee dem Regiment den Spitznamen "The Fighting 69th" verlieh, den es bis heute trägt).
Bild
Benutzeravatar
Elisha Hunt Rhodes
Captain
Captain
 
Beiträge: 6607
Bilder: 0
Registriert: So Dez 26, 2004 7:11 am
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Old Warhorse » Mi Jan 20, 2010 7:40 pm

Gelesen in "The War in Southwestern Virginia" (und deswegen immer mit ein wenig Vorsicht zu geniessen...):
Zu Beginn des Krieges standen einige junge Burschen vor dem Dilemma, gerne der Armee beitreten zu wollen, wofür sie aber zu jung waren und folglich hätten lügen müssen. Sie lösten dieses Problem dann, in dem sie "18" auf Zettel schrieben und diese in ihre Schuhe steckten. So konnten sie, ohne zu lügen, bei der Musterung sagen, sie seien "über 18" :bigsmile:
"Legt eure Feindseligkeiten bei und macht aus euren Söhnen Amerikaner!"
- Robert Edward Lee
Benutzeravatar
Old Warhorse
Brigadier General
Brigadier General
 
Beiträge: 15711
Registriert: Fr Dez 24, 2004 3:13 pm
Wohnort: Südbaden/Nordostschweiz

Re:

Beitragvon W.D. Pender » Do Jan 21, 2010 12:19 pm

Old Warhorse hat geschrieben:Eine andere Anekdote, gefunden bei Shelby Foote:
Nach Davis' Gefangennahme riefen seine Bewacher auf dem Weg den auf Ehrenwort entlassenen Konföderierten am Wegesrand zu: "He, Johnny Reb! Wir haben euern Präsidenten." Irgendwann rief jedoch einer zurück: "Und der Teufel hat euern".

Die Moral von der Geschichte: Schlagfertig waren die Südstaatler immer.


:abe:

Touché!
"Follow me Boys, I'm Almost Home!"

[Captain Tod Carter, 20th Tn Inf - Franklin, November, 30rd 1864]
Benutzeravatar
W.D. Pender
First Sergeant
First Sergeant
 
Beiträge: 511
Registriert: Mi Aug 09, 2006 11:13 am
Wohnort: Lüdenscheid

Re: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Old Warhorse » Do Jan 21, 2010 1:11 pm

Ich sehe gerade: Die Geschichte von Captain Carter kommt auch in deiner Signatur vor ;-)
"Legt eure Feindseligkeiten bei und macht aus euren Söhnen Amerikaner!"
- Robert Edward Lee
Benutzeravatar
Old Warhorse
Brigadier General
Brigadier General
 
Beiträge: 15711
Registriert: Fr Dez 24, 2004 3:13 pm
Wohnort: Südbaden/Nordostschweiz

Re: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon W.D. Pender » Do Jan 21, 2010 9:46 pm

Old Warhorse hat geschrieben:Ich sehe gerade: Die Geschichte von Captain Carter kommt auch in deiner Signatur vor ;-)


Genau...ich finde es bemerkenswert!

Leider ist es keine lustige Anekdote :(
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
"Follow me Boys, I'm Almost Home!"

[Captain Tod Carter, 20th Tn Inf - Franklin, November, 30rd 1864]
Benutzeravatar
W.D. Pender
First Sergeant
First Sergeant
 
Beiträge: 511
Registriert: Mi Aug 09, 2006 11:13 am
Wohnort: Lüdenscheid

VorherigeNächste

Zurück zu War between the States