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Ausrüstungsfragen

Fragen und Empfehlungen, was geht - und was nicht ...

Ausrüstungsfragen

Beitragvon br91a » So Mär 07, 2010 2:52 pm

Also ich habe ein paar Fragen bezüglich der Ausrüstung. Ich weiß, es ist am günstigsten mal an einer Veranstaltung teilzunehmen, aber das ist halt noch so lange hin. UNd wenn man einmal Feuer und Flamme gefangen hat....

Also meine Fragen:

1. Gibt es irgenteine Übersicht bezüglich der zusammenstellung der Uniform. Es gibt ja Jell-Jacketss, Froack Coats,... und diverse Farben, verschiedene Hosen, Kepis,... Was geht, ist authentisch, was nicht?

2. Welche Händler machen wirklich gute Uniformen, die authentisch sind?

3. Welche Bedeutung und Funktion haben die diversen Taschen?
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon Johnny Reb » So Mär 07, 2010 3:45 pm

br91a hat geschrieben:Also ich habe ein paar Fragen bezüglich der Ausrüstung. Ich weiß, es ist am günstigsten mal an einer Veranstaltung teilzunehmen, aber das ist halt noch so lange hin. UNd wenn man einmal Feuer und Flamme gefangen hat....

:tatsch:
br91a hat geschrieben:Also meine Fragen:

1. Gibt es irgenteine Übersicht bezüglich der zusammenstellung der Uniform. Es gibt ja Jell-Jacketss, Froack Coats,... und diverse Farben, verschiedene Hosen, Kepis,... Was geht, ist authentisch, was nicht?

Ich weiß nicht ob ich die Frage richtig verstehe, aber ich versuche es: Shell Jackets sind die kurzen, hüftlangen Jacken. Frock Coats die knielangen und Sckcoats die, die bis über den Hintern gehen.
Zu Beginn des Krieges waren Frockcoats üblich, später im Norden die Sackcoats und im Süden die Shell Jackets. Verallgemeinern kann man das aber nicht, Ausnahmen sind üblich, von Sonderuniformen, wie bei den Zouaven ganz abgesehen.............

br91a hat geschrieben:2. Welche Händler machen wirklich gute Uniformen, die authentisch sind?

Die Frage aller Fragen und einer der Lieblingsstreitpunkte im Hobby und sehr schwer zu beantworten. Wenn der Schnitt belegbar ist (und üblich war), das Material ok. (kein Plastik) dann reicht das mir schon. Andere sind erst zufrieden wenn jeder Faden und jeder Stich hundertpro das sind wie an einem Original aus dem Museum ist .

br91a hat geschrieben:3. Welche Bedeutung und Funktion haben die diversen Taschen?

Endlich eine einfache Frage :bigsmile: Vorne rechts am Koppel die kleine Tasche, ist für die Zündhütchen, genannt Cap-Box. Am Koppel oder an einem eigenen Schulterriemen, rechts getragen, die Cartridge Box, für die Papierpatronen. An der linken Seite getragen, aus geteertem, oder naturbelassenem Stoff, der Haversack, also der Brotbeutel und darüber die Canteen, also die wasserflasche. Auf dem Rücken kann - wenn vorhanden- ein Knappsack getragen werden.
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http://www.4th-tennessee.de

..Die Überlebenden des Krieges zollten sich Respekt und viele reichten sich später die Hand ! Es soll mir also bitte keiner erzählen, er könne nicht in blau gehen, weil sich sonst Irgendwer im Grab herumdreht..
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon Bene » So Mär 07, 2010 4:03 pm

br91a hat geschrieben:1. Was geht, ist authentisch, was nicht?


Das kommt ganz auf den Zeitpunkt, den Ort und die darzustellende Einheit an.

br91a hat geschrieben:2. Welche Händler machen wirklich gute Uniformen, die authentisch sind?


Hier ein paar Links zu Händlern, die "museum grade"-Sachen herstellen - ja, sind teuer, aber dafür auch authentisch in Sachen Schnitt, Materialien und Herstellung.

http://www.lederarsenal.com/ - aus Deutschland, macht exzellente Schuhe und Ledersachen und hat auch noch einige andere authentische Sachen auf Lager
http://www.cjdaley.com/ - lange Zeit einer DER authentischen Händler aus den USA; Jacken, Hosen, Hemden ... verkauft Sachen, die er auf Lager hat ("in-stock")
http://www.wwandcompany.com/ - Jacken, Hosen, Hemden, Kepis / Forage Caps - Lieferzeiten können länger dauern (so wie bei den meisten, da oft auf Kundenwunsch hergestellt wird und nicht von der Stange verkauft wird)
http://www.njsekela.com/ - ebenfalls einer DER alteingesessenen authentischen Händler - teils etwas teuer; hat manche Sachen, die sonst kein anderer verkauft
http://www.ejtmercantile.com/index.html - auch dies ist ein "in-stock" Händler, der Waren verschiedener authentischer Hersteller verkauft
http://www.ldhaning.com/products.html - Lederzeug und Tornister
http://duvallleatherwork.com/StoreFront.bok - Lederzeug
http://www.missouribootandshoe.com/ - Schuhe und Lederzeug
Richmond Depot http://www.kabar44.com/ - vor allem konföderierte Kleidung, auch ein wenig teurer als die anderen
http://www.benderhats.com/ - ein sehr guter Hersteller authentischer Hüte
Starbuck caps http://home.earthlink.net/~cwkepi/id2.html - stellt Kepis und Forage Caps aller Art her
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon br91a » So Mär 07, 2010 4:07 pm

Also erstmal dankeschön.

zu 3. Der Knappack ist dann für die persöhnlichen Gegenstände?

zu 1. also das geht schon in die richtung. Wo kann ich denn sowas nachschauen. Bsp. Ich will ne Uniform des 20th Main wo finde ich dann entsprechend vorlagen?
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon Bene » So Mär 07, 2010 4:15 pm

br91a hat geschrieben:zu 3. Der Knappack ist dann für die persöhnlichen Gegenstände?


In meinem Knapsack befinden sich normalerweise ein extra Paar Socken, ein shelter half (eine Hälfte eines kleinen Zeltes), eine painted blanket (ein Regenschutz - andere haben meist eine gum bzw. rubber blanket), meine Decke und, wenn es kalt ist, auch noch ein Greatcoat. Je weniger drin ist, desto leichter lässt er sich tragen, und ich habe alles, was ich brauche, am Mann.
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon br91a » So Mär 07, 2010 4:19 pm

Also bei den Uniformen gibt es ja sehr große Preis und Qualitätsunterschiede. Wie sieht das bei den Waffen aus? Gibt es da auch solche Differrenzen, oder tuts da auch eine von Stritesky? Geht mir einfach darum, dass ich mal so eine Preißliche Orientierung hab und mit sparen anfange. :2cents:
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon charles kaiser » So Mär 07, 2010 4:28 pm

br91a hat geschrieben:Also erstmal dankeschön.

zu 3. Der Knappack ist dann für die persöhnlichen Gegenstände?


Ja, auch, Ich geh jetzt mal vom US Doubleback aus. Da packst Du deine Decke oder deine Mantel (Greatcoat) drauf, dein Gumblanket und deine Shelterhalf (halbe Zeltbahn) rein, evt. ne Decke, Ersatzklamotten, Ersatzmunition und dein persönlicher Kram

br91a hat geschrieben:zu 1. also das geht schon in die richtung. Wo kann ich denn sowas nachschauen. Bsp. Ich will ne Uniform des 20th Main wo finde ich dann entsprechend vorlagen?


Da must Du halt Recherchieren, was die Leute zu welcher Zeit des Krieges getragen haben. Bei den US Truppen ist die Vielfalt bei weitem nicht so groß wie bei den Confeds. Ich halte es für sinnvoll, den generischen Soldaten nachzustellen, und dann erstmal für 1863. Dadurch kannst Du dich erstmal bei jeden Haufen beistellen, ohne aus der Rolle zu fallen durch exotische Uniformen
D.h Ein US Sackcoat, eine Hose Skyblue, Arsenal oder Contractor, Brogans, ein ziviles Hemd, oder besser eins von Uncle Sam, das sogenannte Issue- Shirt, oder von einem Contractor handgestrickte Socken, drawers ( Unterhosen), Kepi oder Hardee ( Dress Hat), aber ohne Klimperkram.
Als Muskete würd ich ne M1842 Glattlauf nehmen, oder ne 55er oder 61er Springfield.
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon charles kaiser » So Mär 07, 2010 4:38 pm

während ich schrieb hast Du nach den Musketen gefragt, na dann etwas ausführlicher
Zur Muskete: Es gibt nur einige wenige Hersteller, Stritesky ist nur Händler. Perfekt sind nur originale, die Replikas haben alle irgendwo Fehler. Immoment ist die M 1842 Muskete "out of the Box" das beste, kostet aber auch knapp 800 Euronen. Die Enfield sind eine schlechte Wahl, was Authentizität angeht, das Vorbildmodell gabs erst nach dem Krieg, ca 550 Euronen. Dazwischen liegen die 1855er und 1861er und 1863er Musketen, auch bei 800 Euronen, und von der Authetizitätt zwischen den anderen gelegen.
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon charles kaiser » So Mär 07, 2010 4:41 pm

Ein Link zu Bildern von Originaluniformen US:
http://www.cwquartermaster.com/original ... iforms.htm
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon Bene » So Mär 07, 2010 4:49 pm

Du kannst natürlich auch nach gebrauchten Sachen Ausschau halten - z.B. im Authentic Campaigner Forum www.authentic-campaigner.com (sollte man sowieso angemeldet sein ;) ).
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon Old Warhorse » So Mär 07, 2010 4:53 pm

Kleine Zwischenfrage eines Nichtreenactors: Gab es wirklich auch in späteren Kriegsjahren noch so viele US-Regimenter, die mit der M1842, also mit glattläufigen Waffen, ausgerüstet waren? :guck:
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon br91a » So Mär 07, 2010 5:05 pm

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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon Bene » So Mär 07, 2010 5:12 pm

Old Warhorse hat geschrieben:Kleine Zwischenfrage eines Nichtreenactors: Gab es wirklich auch in späteren Kriegsjahren noch so viele US-Regimenter, die mit der M1842, also mit glattläufigen Waffen, ausgerüstet waren? :guck:


Angeblich sind bei der Siegesparade 1865 noch ein paar von Shermans Männern mit ihren glattläufigen "pumpking slingers" mitmarschiert. Ansonsten war der Großteil der Unionsstreitkräfte erst ab 1863 mit gezogenen Waffen ausgerüstet (Grant schreibt ja, dass man in Vicksburg die alten Waffen gegen die erbeuteten konföderierten ausgetauscht hätte; in Gettysburg wurden auch noch viele glattläufige Musketen genutzt).

br91a hat geschrieben:Wäre so etwas in ordnung?
http://www.virginiatrading.de/bilder_programm/35018.jpg


Sieht eher aus wie eine 1863er. Mit der bist du sehr limitiert, da die erst ab 1864 ausgegeben wurde. Lieber eine 1861er "Springfield" - das ist "die" Waffe des Nordens und findet ab Ende 1861 ihren Weg in die Hände der Soldaten. Am besten wäre eine Reproduktion von Miroku - die sind vom Gewicht her viel näher am Original als die italienischen Replikas, aber leider nur schwer zu finden.
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon Old Warhorse » So Mär 07, 2010 5:18 pm

Okay, danke. Ich wusste in Gettysburg bisher nur von der Irish Brigade und dem 8.NJ, die beide "buck & ball" verschossen. Bin aber natürlich auch nicht die gesamten Ausrüstungslisten der AoP durchgegangen, das waren lediglich die Einheiten, bei denen es eigens einmal erwähnt wurde. Das mit Vicksburg ist aber sehr interessant und hätte ich so nicht gedacht :guck:
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Re: Ausrüstungsfragen

Beitragvon Johnny Reb » So Mär 07, 2010 6:30 pm

Hallo br91a,

lass dich mal nicht gar so verunsichern. Was du hier gerade um die Ohren gehauen bekommst, spiegelt sehr die unterschiedlichen Auffassungen im Hobby wieder.
Wir haben auch einen Einheitsnamen und interessieren uns für die geschichte der 4th Tennessee, aber auf dem Reenactment ist das sowieso alles Schall und Rauch.
Wenn ich das alles so hundertprozentig mache und mich ganz darauf versteife was die Einheit, deren Namen man trägt hatte und trug, dann dürfte man strenggenommen auch nicht auf alle Reenactments gehen. Entweder weil man eine Einheit von einem anderen Schauplatz darstellt, oder diese Einheit zu der Zeit noch nicht, oder nicht mehr bestand.
Nach meiner Ansicht (und der vieler anderer) ist es viel sinnvoller sich "universell" zu kleiden und auszurüsten, so das man -mehr oder weniger- überall hinpasst.
Klar kann man 5 waffen kaufen und 5 Uniformen je nach Kriegsjahr, aber wer will und kann sich das leisten ??
Die Enfield 3Band (wegen der 3 Laufhaltebänder so genannt) ist die Standartwaffe sowohl seinerzeit, als auch auf den Reenactments. Auch wenn es sein mag, das die Nachbauten nicht 100%tig dem Originalvorbild entsprechen, die meißten haben eine solche und das ist völlig ok !!
Mag sein das die wenigen "Hardcore-Reenactors" das anders sehen, aber wenn alle ihre nicht 1000%igen Waffen und Klamotten abgeben müssten, wäre es im Hobby sehr, sehr einsam.
Nur das du dich jetzt nicht ins Bockshorn jagen lässt ;-)
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